Wie schon erwähnt war ich 2006 auf dem Hurricane, ich bzw. wir (wir sind Sandra H. und ich) waren das erste mal in Scheeßel (da war das Festival).
Wir sind Donnerstagnachmittag mit dem Zug von Hildesheim losgefahren, sind abends angekommen....Wir hatten relativ viel Gepäck und es war auch mühevoll das mit zuschleppen.
die Züge wurden zunehmend voller, ich würde mal sagen der Großteil der Mitfahrer ist auch aufm Hurricane.
In Massen gingen wir zu den Zeltplätzen, dazu mussten wir erstmal an die zwei Kilometer mit unserem schweren Gepäck laufen, und das bei der Wärme, denn es war das Wochenende verdammt warm.
Es waren schon viele tausend Pilgerer vor uns da und hatten sich die Zelte aufgebaut, wir haben sehr lange nach einem Zeltplatz gesucht.
Irgendwann haben wir eine Ecke gefunden, leider auf einem Acker, ja auf einem Stoppelacker, und es Tage nicht mehr geregnet, es war dort einfach verdammt staubig. Ich wusste garnicht das es überhaupt so staubig werden kann.
Naja Freitagmittag sind wir dann zum Eichenring, dort standen 3 Bühnen, und schon spielten die ersten Bands.
Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich garnicht mehr alle Bands weiß die wir gesehen haben.
Also auf jeden Fall Wolfmother, Gogol Bordello, Smoke Blow, Mando Diao, Manu Chao, Element of Crime, Apocalyptica und auch kurz Billy Talent und am Schluss vor dem Unwetter Wir sind Helden.
Jedenfalls war es das ganze Wochenende super warm und es hat super Spass gemacht, bis auf das Nasenbluten das Sandra wegen dem Staub ständig hatte.
Naja Sonntagabend war ja eh die Krönung (diejenigen die aufm Hurricane waren, brauchen nicht mehr weiter lesen, die wissen ja was war).
Die vorletzte Band spielte auf der Bühne. Das war "wir sind Helden"...ich hätte echt nicht gedacht, das die so eine super Show abziehen.
Dann war die Band zu Ende, doch was sah man da??????
Man sah eine dicke schwarze Wolkenwand auf uns zukommen, was hieß schnell zu den Zelten und rette sich wer kann.....ja so war es...
Sandra wollte aufm Markt noch was holen.ich weiß garnicht ob wir das noch geschafft haben.
naja wir dann am Zelt angekommen, da war es schon so windig, das wir nicht mehr zu den Dixi Klos gegangen sind, weil uns da schon Sachen ( Zelte, Pavillions um die Ohren flogen----NICHT ÜBERTRIEBEN), wir also ab ins kleine Zelt von uns zurück, es regnete wärenddessen immer stärker, ich sah im Zelt auch schnell die erste pfütze, wir schnell unsere Sachen gepackt. Sandra hatte Angst das uns der Blitz trifft und ich hatte Angst das uns was um die Ohren fliegt, naja wir unser ganzes Inventar zusammen gepackt (Zelt und Isomatte haben wir da gelassen) und zum großen Redbullzelt.....das war kein einfacher Weg, denn auf dem Acker stand einem das Wasser bis zu den Knien.
Viele Hurricane Besucher , die schon eindeutig einen im Tee hatten, standen draußen im Unwetter und fanden das anscheinend ganz toll..
Sandra und ich ergriffen die Flucht als es einige Minuten regnete.Viele andere flüchteten auch schon zum bahnhof oder versuchten mit dem Auto wegzukommen, aber es war Stau, also war man zu Fuß schneller.
Der Bahnhof war dem entsprechend überfüllt, aber auch Sandra und ich kamen später in ein Zug.morgens früh sind wir irgendwann in Hannover angekommen, und wurden abgeholt. Ich glaube für den Rückweg haben wir an die 8 Stunden gebraucht, weil wir in Bremen noch über 2 stunden auf den nächsten Zug warten mussten und in Verden mussten wir auch nochmal so lange warten.
Naja aber ein Vorteil hatte der Regen,wenns jetzt mal regnet störts mich nich mehr ganz so doll.

Mein Bruder zählte auch zu einem der 60.000 Festivalbesucher, er ist aber vor uns da gewesen, hatte sein Zelt auch woanders, und so unglaublich das sein mag, ohne uns abzusprechen haben wir uns 2 mal gesehen und uns dann logischerweise auch unterhalten.